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Das zweite Leben der Langenrader Mühle begann 1982, als sich drei mühlenbegeisterte
Paare entschlossen, aus der Ruine wieder eine funktionstüchtige Maschine zu machen - eine
Arbeitsmühle eben und kein Museum oder Mühlencafé. Heute wird hier wieder gemahlen.
Frisch "über den Stein gemahlenes" Roggen- Weizen- und Dinkelbackschrot ist daher fast
immer vorrätig.
Um dies zu bewerkstelligen, war der Wiedereinbau der gesamten alten Mühlentechnik
nötig - mit Kammrad, Bunkel, Königswelle, Stirnrad und Mahlgängen.
Stück für Stück dieses Räderwerks wurde aus Mühlen in ganz
Norddeutschland zusammengesucht oder nachgefertigt und wieder eingebaut. Es dauerte acht Jahre, bis man das erste Korn
aufschütten und zu Backschrot vermahlen konnte.
Die 1986 montierten Segelflügel ersetzte
man 1997 durch Klappenflügel, was die Wartung leichter macht. Diese bedienungsfreundliche Technik aus dem England des 18. Jahrhunderts besaß die Mühle bereits vor 1890 bis zur Demontage in 1945. Zusammen mit der für die Klappenvordrehung sorgenden Windrose war ein Höchstmaß an Arbeitserleichterung für den Müller erreicht.
Im Laufe der
letzten Jahre erfuhr die Mühle eine weitere Komplettierung der Mühlentechnik:
Graupengang, Elevator, Sichter und Walzstuhl kamen hinzu. Mit diesen Maßnahmen hat die Eigentümergemeinschaft den technischen Stand der Müle von 1900 wieder hergestellt.
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